Connys Sammlung
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Wie mans Singen verlernt
Die kleine Pilgerin
Angeschrieben
Vorfreude

Wie man das Singen verlernt!

Es klopft. -
und auf des Hausherrn: „Herein!“
Tritt lieber Besuch in die Wohnung ein.
Die BegrĂĽĂźung ist, wie man es so pflegt.
Bald ist der Mantel auch abgelegt.
Da nimmt der Besucher mit Staunen wahr,
ein buntes, munt´res Kanarienpaar.
„So herrliche Vögel gibt´s selten zu seh´n!“
gibt dieser Gast erfreut zu versteh´n.

Da huscht ĂĽber des Hausherrn Stirne ein Schatten:
„Schöner war´s als sie noch Lieder hatten.
Die Vögel singen jetzt leider nicht mehr,
sie geben nur noch ein Zwitschern her!“

„Wie ist das möglich?“ wird er gefragt.
Da hat der Besitzer ihm traurig gesagt:

„Ich hing den Käfig dort an die Wand,
wo der Futterkasten ganz nahe stand.
Da haben die Spatzen von frĂĽh bis zur Nacht
gelärmt, sich gerauft und Krach gemacht;
bald taten die Kanarienvögel es nach,
sie kreischen und zwitschern nun Tag fĂĽr Tag.
Die munteren Lieder sind lange vergessen
seit sie den Sperlingen nahe gewesen!“

Das war wie eine Predigt dem Mann,
noch oft er über die Vögel dort sann.
Geht´s manchen Gläubigen nicht ebenso?
Sie sangen einst Lieder glĂĽcklich und froh,
sie sangen von Jesu und von ihrem Heil,
von Frieden und was sonst ihr seliges Teil.
Dann kamen die Spatzen im Kleide der Welt
und haben sich aufdringlich zu ihnen gesellt,
haben gelärmt und gezwitschert von weltlichen Dingen,
nun kann der Gläubige nicht mehr recht singen.

Und wie der Besitzer traurig dort ist,
so ist´s noch vielmehr DEIN Herr Jesus Christ.

letzte Ă„nderung
26 Dezember, 2014 

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